Barcelona, Salamanca und das letzte Orientierungscamp

Zum Schluss sind meine Berichte leider nur noch in monatlichen Abständen! Ich weiß gar nicht, wie ich es am Anfang wirklich jede Woche geschafft habe! Trotzdem habe ich es bis zum Schluss durchgezogen! Jetzt wünsche ich euch erstmal viel Spaß beim Lesen meines vielleicht letzten Eintrags!

Ich bin mir erstmal noch nicht sicher, ob ich es nochmal schaffe, einen Eintrag zu schreiben. Ich hoffe es natürlich, denn es gibt noch ein paar spannende Dinge, die (hoffentlich) passieren werden, aber ich habe mir in letzter Zeit nicht wirklich Zeit für den Blog genommen. Ich hätte sicherlich zwischendurch immer mal Zeit gehabt, aber irgendwie habe ich mir die Zeit einfach nicht genommen und in den Blog investiert. Na gut, wir werden sehen, vor allem, weil die Schule ja jetzt so gut wie vorbei ist.

Wie ihr dem Titel dieses Beitrags vielleicht schon entnehmen könnt, war ich ein zweites Mal in Barcelona, aber wieder nur einen Tag. Diesmal bin ich aber nicht alleine hin- und wieder zurückgefahren, sondern mit meinen AFS-Freunden. Es war unglaublich anstrengend, aber auch total schön. Ich habe noch ein paar mehr von den wirklich berühmten Sehenswürdigkeiten gesehen und es war auch wirklich schön, auf diese Weise Zeit mit meinen Freunden zu verbringen.

Das Wochenende danach bin ich schon wieder in eine andere Stadt gefahren, diesmal aber eine, die ich noch nicht kannte: Salamanca. Jetzt fragt ihr euch bestimmt, warum ich einfach so mal einen Tag alleine nach Salamanca gefahren bin, es sind schließlich insgesamt 6 Stunden mit dem Bus. Ganz alleine war ich nicht. Im Bus schon, aber später in Salamanca habe ich endlich eine sehr gute Freundin wiedergesehen, die ich beim Camino de Santiago/dem Jakobsweg kennengelernt hatte. Da sie in der Nähe von Salamanca wohnt, habe ich mir gedacht, dass ich ja einfach mal dort hinfahren könnte, denn auf diese Weise sehe ich noch eine andere Stadt in Spanien, die auch wirklich schön sein soll. Ich kann euch sagen: Salamanca ist wirklich unglaublich schön und vor allem würde ich alles geben, um dort zu studieren. Von der Universität von Salamanca habt ihr vielleicht schon einmal gehört, denn es ist die älteste Spaniens und ich glaube sogar eine der ältesten Europas. Da könnt ihr euch gut vorstellen, wie schön die sein muss (zumindest von außen, denn rein konnte man natürlich nicht wirklich). Am schönsten fand ich es aber, einfach Zeit mit meiner Freundin zu verbringen. Das historische Zentrum von Salamanca ist gar nicht so besonders groß, man kann die Stadt also entspannt in 1-2 Tagen anschauen. Wenn ihr aber mehr sehen wollt, dann müsstet ihr ein bisschen länger bleiben. Ich kann es auf jeden Fall nur empfehlen!!

Das Tschüsssagen, war gar nicht so schwer (nur ein bisschen), weil wir beide wussten, dass wir uns in einer Woche schon wieder sehen würden, denn wir würden uns im Orientierungscamp am nächsten Wochenende in Madrid schon wieder sehen. Meine ganze Woche lief nur darauf hinaus, deshalb sind auch meine Examen alle nicht ganz so gut ausgefallen, aber mit ein bisschen Glück bin ich nur in einem Fach durchgefallen, aber das werden wir am Freitag sehen, weil wir dann unsere Noten bekommen. Am Ende habe ich es überstanden und am Samstag bin ich mit Sofía morgens bis in das kleine Dorf gefahren, in das wir zu all unseren Camps gefahren sind. Sofía ist mitgekommen, weil sie im Sommer einen Monat nach Japan geht, auch mit meiner Organisation, AFS. Es ist so eine Art Sprachprogramm glaube ich, deshalb auch nur einen Monat. Tatsächlich war am Wochenende noch gar nicht klar, ob sie wirklich gehen wird, weil es sehr schwierig ist, eine Gastfamilie in Japan zu finden und deshalb war lange nicht klar, ob sie wirklich geht. Direkt nach dem Camp hat sie aber eine E-Mail von ihrer Gastfamilie bekommen, das heißt, dass sie auf jeden Fall gehen wird. Ich freue mich so sehr für sie, weil ich weiß, wie viel ihr das bedeutet und ich hoffe wirklich, dass es so schön wird, wie sie es sich vorstellt.

Das Camp war das beste von allen, die ich bisher hatte. Ich glaube das kommt ein wenig davon, dass ich mit all meinen Freunden von AFS, die ich hier kennengelernt habe, zusammen war und auch mit Sofía. Außerdem haben (die meisten) Aktivitäten ein bisschen mehr Spaß gemacht und hatten auch ein bisschen mehr Sinn als sonst. In diesem Camp hatten wir außerdem viele Aktivitäten mit den Schüler*innen zusammen, die bald ins Ausland gehen (wie Sofía) und das war auch nochmal ganz cool, wenn auch anstrengend, weil so gut wie alle mindestens zwei Jahre jünger waren als wir. Klingt erstmal nicht viel, aber irgendwie waren die meisten schon ziemlich nervig.

Eine der Aktivitäten war ziemlich emotional und hat mir aber auch besonders gefallen. Jede Person hatte zwei Kerzen und sollte dann zwei gute Erinnerung sagen und für jede Erinnerung eine Kerze anzünden. Der Raum war dunkel und nur die Kerzen haben Licht gespendet. Natürlich mussten wir alle total heulen. Mir ist in dem Moment klar geworden, wie wenig mir hier nur noch bleibt und ich muss euch leider sagen, dass ich nicht sicher bin, ob ich überhaupt zurück will. Natürlich will ein (sehr großer) Teil von mir hier bleiben, aber trotzdem gibt es auch einen Teil von mir, der wieder zurück möchte, um euch alle wiederzusehen. Ich muss außerdem zugeben, dass ich auch ein bisschen Angst davor habe zurückzugehen, weil ich keine Ahnung habe, wie es dann wird und ob ich mich gut wieder in mein Leben reinfinde. Ich hoffe einfach, dass alles gut geht.

die Kerzen Aktivität

Ich finde diese Zerrisseneheit unglaublich schwierig und es ist kein schönes Gefühl, weil ich immer ein schlechtes Gewissen haben werde, egal für was ich mich entscheide. Es ist nicht so einfach, obwohl diese letzten Wochen hier vermutlich die schönsten meines ganzen Auslandsjahres sind (vielleicht auch ein bisschen, weil ich nicht mehr so wirklich Schule habe hihi).

Nach diesem Wochenende hat die Freundin, die ich in Salamanca besucht habe zwei Nächte noch hier in Madrid, mit mir und meiner Gastfamilie verbracht und deshalb bin ich am Montag und am Dienstag nicht in die Schule gegangen. Diese Tage waren auch noch einmal unglaublich schön. Das nächste Mal werde ich meine Freundin erst wiedersehen, einen Tag, bevor wir wieder nach Hause fliegen. Das macht mich auch ein bisschen traurig. Aber das wird schon alles wieder, das wird es immer. Hoffe ich.

Ich freue mich schon darauf, euch endlich alle wiederzusehen.

Bis ganz, ganz bald, Edda