Huhu Freunde, ich dachte, dass es vielleicht mal wieder Zeit für einen kleinen Beitrag ist. Auch wenn es vielleicht nicht so viel Spannendes zu erzählen gibt, bin ich jetzt doch schon fast 3 Wochen in Ecuador und ich finde das kann ich ruhig mit einem Beitrag feiern.

Jetzt wo ich so drüber nachdenke und noch einmal den letzten Beitrag überflogen habe, ist mir aufgefallen, dass doch gar nicht so wenig passiert ist. So ganz langsam lebe ich mich hier in Mindo ein. Während ich diesen Beitrag schreibe, regnet es ein bisschen und man hört es auf dem Dach, was auch etwas nervig sein kann, wenn es wirklich dolle regnet. Allerdings habe ich heute festestellt, dass das dann der perfekte Zeitpunkt ist, um mal etwas laut zu singen (Die Wände hier sind so unfassbar dünn). Das vermisse ich nämlich sehr, genauso wie das Gitarrespielen, da muss ich mir noch was einfallen lassen, wie ich an eine Gitarre komme, weil ich nicht 9 Monate ohne Gitarrespielen leben kann. Außerdem sind alle meine Schuhe so gut wie immer nass und meine Klamotten sowieso immer klamm, aber irgendwie gewöhne ich mich auch langsam daran, was ich nicht gedacht hätte! Die Mücken machen mich trotzdem ganz schön fertig. Ich vergesse allerdings auch immer, Mückenschutz zu benutzen, also ist es auch eigentlich meine Schuld ^^“

Mit meiner Gastfamilie verstehe ich mich sehr gut. Es ist trotzdem sehr anders als meine spanische Gastfamilie. Es fühlt sich weniger an, als ob ich ein weiteres Kind der Familie wäre, was ich ja auch nicht wirklich bin, weil ich nicht zur Schule gehe und auch sonst relativ viel alleine mache. Deshalb bin ich trotzdem sehr zufrieden und nur, dass es manchmal einfach kein Wasser gibt, finde ich noch etwas doof, aber auch daran werde ich mich bestimmt noch gewöhnen und dadurch auch den Luxus in Deutschland wertschätzen lernen.

Das Essen hat mich bisher leider immer noch nicht so ganz überzeugt. Es ist nicht total ekelig und wie gesagt, vor allem das Essen in SALEM ist echt ganz lecker, aber dadurch, dass ich wirklich fast jeden Tag Ei und/oder Reis esse, habe ich genau das auch langsam satt. Bisher geht es meinem Magen auch noch ganz gut, was mich tatsächlich etwas überrascht, weil ich davon ausgegangen bin, dass ich nach spätestens 2 Wochen total die Magenprobleme haben würde, aber ich möchte es jetzt auch nicht hervorrufen, also alle einmal für mich auf Holz klopfen bitte!!!

Die Arbeit bei SALEM wird immer ein kleines bisschen besser, auch wenn ich immer noch ein bisschen das Gefühl habe, dass ich eigentlich gar nicht wirklich helfen kann, vor allem im Vergleich zu Jakob, dem anderen österreicherischen Freiwilligen. Er ist nämlich gerade dabei, eine Tischlerei für die Kinder zu planen und natürlich auch zu bauen. Dazu muss man sagen, dass er ausgebildeter Tischler ist, aber ich würde trotzdem gerne so viel helfen, wie er es tut. Die Kinder kennen mich langsam alle und werden immer offener mir gegenüber. Ich hoffe, dass irgendwann der Punkt kommt, an dem ich mehr helfen als zuschauen kann.

Mit Jakob verstehe ich mich außerdem ziemlich gut und auch an den Wochenenden haben wir schon ab und zu etwas zusammen unternommen. Er und sein Gastonkel Austin (der aber auch erst 20 ist, sehr große Familie) haben mir am Anfang ein bisschen das Dorf gezeigt und er war auch teilweise dabei, als eine Mitfreiwillige und Freundin mich hier in Mindo besucht hat. Es ist echt angenehm, einfach ab und zu Deutsch reden zu können. Natürlich ist Jakob abgesehen davon auch eine sehr coole Person, auch wenn er sich für meinen Geschmack etwas zu viel über die Deutschen beschwert und lustig macht. Aber gut, das muss ich einfach aushalten denke ich. Auch bei einem Ausflug, den das Team von SALEM zusammen gemacht hat, war ich froh, ihn dabei zu haben und nicht alleine mit dem Team zu sein.

Bei dem Ausflug sind wir mit dem Fahrrad zu einem Reservat gefahren und sind dann durch den Fluss und barfuß durch den Dschungel zu einem Wasserfall gelaufen, der echt schön war und in dessen Wasser wir natürlich auch gebadet haben. Auch irgendwie ein Abenteuer. Das Fahrradfahren hat aber leider nicht so viel Spaß gemacht, weil das Fahrrad viel zu klein war und wir den ganzen Hinweg flussaufwärts in der Sonne gefahren sind (die hier echt dolle knallt). Dafür war der Rückweg umso besser. Jetzt könnt ihr euch aber auch denken, weshalb meine Schuhe durchgängig nass sind.

Aber nicht nur, dass ich mit Schuhen durch riesige Pfützen und Flüsse muss, sorgt dafür, dass sie ständig nass sind, sondern auch der Regen, der in den letzten Tagen total zugenomen hat. Jetzt regnet es eigentlich jeden Tag und das auch wirklich nicht wenig. Es regnet oft einfach 2 Stunden durchgängig echt dolle (so dolle, dass man innerhalb von einer Minute wirklich komplett durchnässt ist).

Auch mit den Kindern haben wir den ein oder anderen Ausflug gemacht, wobei ich sogar auf einem Pferd geritten bin (ich wurde mehr oder weniger gezwungen). Dabei ist es echt anstrengend, dass die meisten Kinder, vor allem aber die ganz kleinen, einfach überhaupt nicht auf mich hören. Trotzdem ist es schon ziemlich süß, wenn sie sich super dolle darüber feuen, wenn ich sie im Kreis herumschleudere xD


Ich hoffe, dass ich bald wieder von ganz vielen spannenden Erlebnissen berichten kann! Bis dahin,

Edda

PS: Der Titel des Beitrags bezieht sich einfach darauf, dass ich das Gefühl habe, dass nicht so wirklich viel Spannendes passiert.