Hallo liebe Leute, da bin ich schon wieder! Wie ich euch versprochen habe, werde ich euch jetzt ein kleines bisschen über Weihnachten hier in Spanien erzählen. So anders ist es gar nicht, aber natürlich ist es auch nicht exakt gleich. Außerdem variieren die ganzen Traditionen auch von Familie zu Familie, wie ja in Deutschland auch. Ich hoffe trotzdem, dass ich euch einen ganz guten Überblick geben kann!






(Zur Galerie: Sorry, ich mache dummerweise in letzter Zeit immer nur Fotos in Hochformat…)
An Heiligabend bin ich mit meinen Gastschwestern in ein Restaurant essen gegangen, weil meine Gasteltern gerne das Haus noch sauber machen wollten, ohne dass die ganze Zeit jemand herum springt. Deshalb sind wir also zum Mittagessen in ein Restaurant gegangen, das VIPS heißt (ist eine Kette). Danach wollte Sofía gerne noch nach Madrid in die Stadt, um nach einem Geschenk für ihre Tante zu suchen. Da ihre Tante Bücher liebt, hat sie mich gefragt, ob ich ihr den schönen Buchladen zeigen kann, von dem ich euch schon erzählt habe. Zum Glück hatte der Laden noch offen und wir haben uns ein bisschen umgeschaut. Ich glaube es hat ihr sehr gefallen 🙂
Danach sind wir noch ein bisschen durch einen anderen Buchladen gelaufen, weil sie noch nicht das perfekte Buch gefunden hatte. Als wir dann fertig waren, wollte Sofía mir noch einen asiatischen Supermarkt zeigen. Dort gibt es soooooo coole Sachen! Die verschiedenen Geschmackssorten, die es dort von ganz „normalen“ Dingen gibt, sind einfach nur total abgefahren. Am Ende haben wir Pfirsich-Mikado-Stäbchen und Mochi gekauft. Es gab aber zum Beispiel auch Erdbeer-Kitkat und solche Dinge, ich sag ja, total cool oder? Danach mussten wir uns auch schon wieder auf den Weg nach Hause machen, weil die Familie meiner Gastmutter gekommen ist. Als wir dann Zuhause angekommen waren, haben wir nach der Begrüßung von allen erst einmal Geschenke aufgemacht. Eigentlich ist das unüblig, weil die Geschenke erst am 25.12. aufgemacht werden. Da wir aber die Familie meiner Gastmutter nicht noch einmal sehen werden haben die Cousine und der Cousin meiner Gastschwestern schon ihre Geschenke bekommen und wir deshalb auch. Danach haben wir alle zusammen noch Abendgegessen. Das Abendessen war total besonders und mit mehreren Gängen! Ich weiß nicht, wie ihr es Zuhause zu Heiligabend macht, aber wir haben eine kleine Vorspeise, eine Hauptspeise und Nachtisch. Hier hatten wir: eine Vorspeise, eine Suppe, eine Hauptspeise, den ersten Nachtisch (Ananas) und den zweiten Nachtisch (Tiramisu). Gut, das ist jetzt nicht sooo anders, aber es war doch schon sehr besonders! Nach dem Essen haben wir alle zusammen noch ein Spiel gespielt und dann haben sich alle so langsam verabschiedet.
Gestern, also am 25.12. sind wir dann zur Familie meines Gastvaters gefahren. Dort haben wir nur viel geredet, gegessen, auch wieder alle zusammen ein Spiel gespielt und zum Schluss haben wir noch einen Spaziergang gemacht. Das Essen war Paella, aber diesmal mit Fleisch und nicht mit Meeresfrüchten. Ich muss zugeben, dass mir die Paella mit Fleisch besser schmeckt, als die mit Meeresfrüchten. Der einzige Haken ist das Fleisch… Zuhause in Deutschland werde ich definitiv mal probieren, Paella mit Fake-Fleisch oder anderen Ersatzprodukten zu machen. Dazu müsste ich erstmal lernen, wie man Paella macht. Das nächste Mal möchte ich zuschauen/mitmachen/lernen!! Ich habe auch noch gar kein deutsches Gericht gekocht. Ich denke, auch wenn Weihnachten jetzt schon wieder vorbei ist, würde ich gerne mal Klöße für meine Familie machen, weil sie sich nichts darunter vorstellen können und das ist ja tatsächlich ein sehr deutsches und auch super leckeres Gericht. Vielleicht kann ich es ja sogar diese Weihnachtsferien noch machen!
In Spanien werden die heiligen drei Könige sehr gefeiert. Das ist auch der Tag, an dem die meisten Geschenke übergeben werden (zumindest in den meisten Familien am 6. Januar). An diesem Tag werden wir noch einmal mit der Familie meines Gastvaters feiern. Den 31.12. und den 01.01. verbringen wir auch mit jeweils einer der Familien.
Ich muss euch ehrlich sagen, dass ich die großen Familientreffen immer nicht ganz so gerne mag, weil ich mich immer ein bisschen verloren fühle. Es ist schließlich nicht meine Familie und ich kenne alle so gut wie gar nicht… Ich versuche natürlich trotzdem, mich ein bisschen einzubringen und mit allen ein bisschen zu reden. Jedes Mal wird es auch ein bisschen einfacher, aber natürlich ist es nicht das Gleiche, wie mit meiner Familie, aber das ist ok, denn das ist auch ziemlich schwierig zu erreichen.
In den Vorbereitungscamps meiner Organisation in Deutschland wurde uns oft gesagt, dass es zu Weihnachten vermutlich einen Tiefpunkt geben wird. Ich muss euch aber leider sagen, dass ich euch nicht mehr ganz so dolle vermisse. Ich hoffe ihr freut euch ein wenig darüber, denn es ist ja auch ein gutes Zeichen! Klar vermisse ich euch immer noch, aber das Gefühl ist nicht mehr ganz so intensiv, wie vorher. Vielleicht bedeutet das ja ein bisschen, dass ich langsam ankomme? Ich hoffe es auf jeden Fall!
Vielleicht hört ihr bald noch einmal von mir und ich berichte euch von dem Jahreswechsel und den heiligen drei Königen, aber vielleicht ist auch zu viel los, wir werden sehen. Ich wünsche euch noch schöne Weihnachtsresttage und einen guten Rutsch ins neue Jahr!
Bis bald, eure Edda
Opa Gerd sagt:
Hallo Edda, du machst ja ungeahnte Fortschritte! Nun zeigst du schon deiner Gastschwester, wo es in Madrid einen schönen Buchladen gibt! Ansonsten scheint ja das Fest bei euch wirklich so ähnlich abzulaufen, wie in Deutschland. Wir waren gestern alle zusammen bei deinen Eltern. War auch sehr schön. Da wünsch ich dir noch einen erlebnisreichen Jahreswechsel. Mal sehen, ob es bei euch auch so viel Knallerei gibt, wie in Deutschland.
26. Dezember 2023 — 22:27